Epson-Druckerpatronen selbst nachfüllen: Anleitungen (mit Erfahrungen) zum Auffüllen der Tinte bei Epson-Tintenpatronen!

Druckertinte ist teuer - darum suchen viele Besitzer eines Epson-Tintenstrahldruckers nach Alternativen zu den Epson-Druckerpatronen, wenn es wieder einmal heißt “Druckerpatrone wechseln bitte”. 

Ein Ausweg scheint hier neben kompatiblen Tintenpatronen (immer noch) das Wiederauffüllen zu sein. Denn ja, Epson-Druckerpatronen kann man selber nachfüllen - die Frage ist nur wie? Und im Falle von Epson, ob es sich denn auch wirklich lohnt?

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Aus diesem Grund haben wir Ihnenin diesem Beitrag die wichtigsten Tipps zum richtigen Nachfüllen (aus unserer langjährigen Erfahrung), sowie Anleitungen für die Patronen der wichtigsten Epson-Druckermodelle zusammengestellt. Damit Sie beim nächsten Mal Tinte auffüllen keine Probleme mit schmutzigen Händen oder gar einem verstopften Druckkopf haben.

Wie Sie Druckerpatronen richtig entsorgen, erfahren Sie hier!

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeine Tipps zum Nachfüllen von Druckerpatronen.
  2. Epson-Tintenpatronen selber nachfüllen.
    1. Epson-Tintenpatronen 16, 18, 26, 29 nachfüllen.
    2. Epson-Tintenpatronen 33, 34, 35, T0711, T0712, T0891, T0892 ; T0611, T0713, T1281, T1282, T1283, T1284, T1291 und T1301 nachfüllen.


1. Allgemeine Tipps zum Nachfüllen von Druckerpatronen:  (nach oben)

In diesem Kapitel geben wir Ihnen zunächst einmal allgemeine Ratschläge an die Hand, um Ihnen Probleme beim Auffüllen Ihrer Druckerpatronen zu ersparen. Diese sollten Sie auf jeden Fall durchlesen (und auch beherzigen) - egal von welchem Hersteller Ihr Tintenstrahldrucker ist.

  • Warten Sie mit dem Nachfüllen nicht, bis die Patrone komplett leer ist: Sobald Ihnen die Tintenfüllstandsanzeige nämlich keine andere Wahl mehr außer einem Patronenwechsel lässt, ist es zu spät. Eine derart leergedruckte Tintenpatrone wieder mit Tinte zu befüllen, führt in der Regel zu Lufteinschlüssen im Druckkopf - und damit zu unschönen Streifen auf Ihren Ausdrucken. Sicherlich kein gewünschter Effekt. Am besten nehmen Sie den Refill schon vor, solange sich noch zumindest ein Drittel der alten Druckertinte in der Patrone befindet.
  • Stellen Sie die zu befüllende Patrone noch vor dem Beginn des ersten Arbeitsschrittes mit der Düsenplatte auf ein Stück saugfähiges Papier (z. B. Küchenrolle) bzw. verschließen Sie die Tintenaustrittsöffnung, falls diese nicht für den Nachfüllvorgang benötigt wird. Dadurch verhindern Sie, dass beim Einspritzen der Tinte die Unterlage - oder gar Ihr Lieblingshemd - nachhaltig “verschönert” wird. Genauso hat dies nach dem Befüllen den positiven Effekt, dass etwas Tinte aus den Düsen gesaugt wird, wodurch ein weiterhin guter Tintendurchfluss gewährleistet ist. Denn (fast) nichts ist ärgerlicher als eine eingetrocknete Druckerpatrone.
  • Lassen Sie die Patrone nach dem Befüllen noch zumindest 5 Minuten auf der Unterlage stehen. Dadurch wird eventuell aus den Düsen austretende Tinte aufgesaugt und verschmutzt nicht das Innenleben Ihres Druckers.
  • Wählen Sie bei der Nachfülltinte nicht die günstige Universaltinte: Auch, wenn dies die Druckkosten deutlich senkt - optimale Druckergebnisse dürfen Sie hier keine erwarten. Diese garantiert lediglich hochwertige Tinte, welche zumindest um die 10 Euro pro 250 Milliliter kostet.
  • Beachten Sie den Tintenfüllstand: Und füllen Sie die Patrone nicht über diesen hinaus. Ansonsten kann nicht nur Tinte auslaufen (hoffentlich auf ein Stück Küchenrolle), sondern in weiterer Folge ebenso die Funktionstüchtigkeit Ihres Druckers in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Verwenden Sie eine eigene Spritze und Kanüle für jede Farbe (inklusive Schwarz).
  • Um Ihre Hände vor der Verunreinigung durch (schwer entfernbare) Druckertinte zu schützen, empfiehlt sich die Verwendung von Gummihandschuhen.
  • Wiederbefüllte Patronen werden von den meisten Druckermodellen nicht akzeptiert, sprich als “leer” oder “nicht original” angezeigt. Um dieses Problem zu lösen können Sie entweder die Patrone / den Chip resetten, den Originalchip durch einen Alternativchip ersetzen oder die Meldung einfach ignorieren (die einfachste Möglichkeit). Falls Sie sich für die dritte Möglichkeit entscheiden, müssen Sie in weiterer Folge den Tintenfüllstand manuell im Auge behalten. Dies können Sie z. B., indem Sie die Tintenpatrone leer (vor dem Auffüllen) wiegen. Nach einiger Zeit der Verwendung wiegen Sie sie dann regelmäßig. Sobald Sie sich dabei Ihrem Leergewicht annähert, befüllen Sie sie wieder.


Wie bereits erwähnt kann man Druckerpatronen also nachfüllen. Wichtig ist dabei nur eine professionelle Nachfüllanleitung - wie Sie solche in diesem Beitrag finden. Und vor allem auch das Einhalten von dieser.

Falls es Ihnen jedoch zu unsicher sein sollte, Ihre Druckerpatronen selbst wieder zu befüllen, dann bleibt Ihnen als Alternative immer noch sie auffüllen zu lassen. Diese Dienstleistung bieten sogenannte Tintentankstellen an, welche zumindest in größeren Städten zuhauf zu finden sind.

2. Epson-Tintenpatronen selber nachfüllen:  (nach oben)

epson-druckertinte-nachfuellen

Wie bereits erwähnt kann man so gut wie alle Epson-Patronen selbst wieder mit Tinte befüllen - und das in dem meisten Fällen sogar recht leicht. Bei den meisten Patronenmodellen genügt es hier einfach ein Loch in die Oberseite zu bohren, in dieses die Tinte einzufüllen und das Loch wieder zu verschließen. Zusätzlich gibt es für die meisten Druckerpatronen des Herstellers sogenannte Chip-Resetter, welche den Zählerstand des Patronenchips auf voll zurücksetzen, sodass man problemlos weiterdrucken kann.

Der Haken an der Sache ist, dass diese Methode vor allem eher unsicher, unsauber und damit unvorteilhaft ist. Zusätzlich gibt es inzwischen so gut wie für alle wichtigen Epson-Patronen sogenannte Refillpatronen, welche einfach, sauber und sicher nachgefüllt werden können. Diese sind darüber hinaus mit Alternativchips ausgestattet, welche sich den Tintenfüllstand automatisch wieder auf voll setzen. Diese Epson-Nachfüllpatronen stellen somit eine echte Alternative zum selbst Nachfüllen dar.

Wir haben Ihnen im Folgenden trotzdem die Nachfüllanleitungen für einige der wichtigsten Epson-Druckerpatronen und -Tintenstrahldrucker aufgeführt. Prinzipiell kann hier wie bereits erwähnt immer nach dem gleichen Schema vorgegangen werden.

  • Entfernen Sie den Aufkleber an der Oberseite der Patrone mit einem Teppichmesser oder einer Spachtel. Dadurch können Sie normalerweise eine Schwachstelle in der Wand erkennen. Sprich einen Punkt, an welchem diese etwas dünner ist. 
  • An dieser Stelle bohren Sie mit einem kleinen Handbohrer eine Öffnung.
  • Verschließen Sie die Tintenaustrittsöffnung an der Unterseite der Patrone mit der Sicherheitskappe, mit welcher diese geliefert wurde. Falls Sie diese noch besitzen. Ansonsten gibt es spezielle Verschlussvorrichtungen für diesen Zweck käuflich zu erwerben.
  • Ziehen Sie nun die gewünschte Menge an Tinte (informieren Sie sich dazu über die standardmäßige Füllmenge, der jeweiligen Patrone) mit einer Spritze mit Füllspitze auf.

Das selbstständige Wiederbefüllen von Epson-Druckerpatronen ist grundsätzlich nicht zu aufwändig. Was es jedoch ist, ist recht unsicher, unsauber und unvorteilhaft. Spezielle Nachfüllpatronen sind deshalb (inzwischen) eine echte Alternative.

  • Befüllen Sie die Patrone langsam und vorsichtig, damit die Tinte ausreichend Zeit hat sich zu verteilen und nicht überläuft.
  • Ziehen Sie die Spritze wieder aus der Patrone und verschließen Sie die Öffnung mit etwas Heißkleber.
  • Entfernen Sie die Schutzvorrichtung und setzen Sie die Patrone wieder in Ihren Drucker ein.
  • Falls Sie einen Chip-Resetter besitzen, müssen Sie den Patronenchip natürlich noch vor dem Wiedereinsetzen resetten. Falls nicht, bleibt Ihnen in der Regel nichts weiter übrig, als ohne automatische Füllstandsanzeige weiter zu drucken und den Füllstand der Patronen selbst im Auge zu behalten.

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass Sie die automatischen Firmware-Updates für Ihren Epson-Tintenstrahldrucker deaktivieren. Diese Updates könnten ansonstendie Verwendung von Nachfüllprodukten (oder nicht originalen Patronen) ab einem gewissen Zeitpunkt plötzlich unterbinden. Dazu suchen Sie in der Systemsteuerung nach dem “Epson Software Updater” (Epson Software-Updates). In diesem wählen Sie ihr Druckermodell aus und gehen auf "Auto Update Settings" (Automatische Update-Einstellungen). Dort wählen Sie als Intervall “Never” (niemals) aus.


2 a. Epson-Tintenpatronen 16, 18, 26, 29 nachfüllen:  (nach oben)

Diese finden z. B. Verwendung in den folgenden Epson-Tintenstrahldruckern: Epson XP-245, XP-322, XP-332, XP-342, XP-345, XP-435, XP-315, XP-510, XP-600, XP-700, XP-800 (sowie deren Premium-Varianten). Den Epson WorkForce WF-2650, WF-2860DWF und WF-2865DWF. Den Epson-Expression-Home-Druckern zwischen XP-235 und XP-445 sowie XP-5100. Die Stelle, an welcher Sie das Loch bohren und die Tinte einfüllen müssen, können Sie in dem folgenden Bild sehen. 


2 b. Epson-Tintenpatronen 33, 34, 35, T0711, T0712, T0891, T0892 ; T0611, T0713, T1281, T1282, T1283, T1284, T1291 und T1301 nachfüllen:  (nach oben)

Diese finden z. B. Verwendung in den Epson-Tintenstrahldruckern Epson Expression Premium XP-530, XP-540, XP-630, XP-635, XP-640, XP-645, XP-7100, XP-830 oder XP-900. Der WorkForce Pro WF-3700 und WF-4700 Serie. Der Epson Stylus SX Serie, Stylus Office Serie und der Stylus S Serie. Hier bohren Sie das Loch direkt an der Stelle, an welcher der Aufkleber das Markenzeichen der Patrone (eine Orange) trägt. 

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Damit wären wir am Ende unseres Ratgebers angelangt und wir hoffen, dass wir Ihnen beim Nachfüllen Ihrer Epson-Tintenpatronen mit unseren Tipps und Anleitungen behilflich sein konnten. Falls Sie noch Fragen haben sollten, dann hinterlassen Sie uns diese gerne in den Kommentaren.
Oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf.

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