Wie funktioniert ein Druckkopf und wie sieht er aus?

Der Druckkopf ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Druckertypen: Nadeldrucker, Typenraddrucker, Thermotransferdrucker und natürlich Tintenstrahldrucker.

Der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers ist in der Regel beweglich und wird mit Zahnriemen angetrieben. Bei der horizontalen Bewegung über die zu bedruckende Fläche (Druckerpapier, Fotopapier usw.) werden aus den Druckkopfdüsen feinste Tintentröpfchen ausgeschleudert, wodurch das Druckbild entsteht. Umso hochwertiger der Drucker, umso feiner ist dieses. Sprich umso größer ist die Anzahl der “dots per inch” (dpi). 

Die Düsen des Druckkopfs werden elektronisch gesteuert, um in schneller aber kontrollierter Folge Tintentröpfchen auf die zu bedruckende Oberfläche aufzubringen. Ein Druckkopf ist deshalb ein nicht unempfindliches High-Tech-Bauteil. Ein Umstand, welchen viele Druckernutzer vergessen, wenn sie versuchen den Druckkopf zu reinigen.

Durch die Kombination der Bewegung von Papier und Druckkopf, sowie der Steuerung der Düsen, ergibt sich am Ende das Druckbild auf der Oberfläche.

Prinzipiell werden zwei Arten von Tintenstrahldruckern unterschieden:

  • Bidirektionale Drucker: Bei welchen der Druckkopf sowohl bei der Hin-, als auch bei der Zurückbewegung, druckt.

  • Unidirektionale Drucker: Hier druckt der Drucker nur in einer Bewegungsrichtung

Während bidirektionale Drucker eine höhere Druckleistung aufweisen, kann durch mechanische Toleranzen allerdings die Präzision des Druckbildes abnehmen.

In manchen (hochpreisigen) Bürodruckern werden heutzutage auch unbewegliche Druckköpfe verwendet, welche das vorbeilaufende Papier über die ganze Breite bedrucken. Dadurch ergibt sich eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit mit einer Seitenleistung von bis zu 100 Seiten/Minute. 

Diese sogenannte Memjet-Technologie ermöglicht zwar eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit bei durch den staren Druckkopf niedrigen Wartungskosten. In der Anschaffung sind die Geräte zumindest derzeit aber noch beinahe astronomisch teuer.

Die ersten Tintenstrahldrucker wurden von HP (Inkjet) und Canon (Bubblejet) nahezu zeitgleich auf den Markt gebracht. Der thermische Tintendruck wurde seither stetig weiterentwickelt, wobei vor allem Auflösung und Druckgeschwindigkeit stetig zugenommen haben. Außerdem finden sich kaum mehr Schwarzweiß-Tintenstrahldrucker auf dem Markt.

Am grundsätzlichen Druckprinzip hat sich jedoch seit den ersten Modellen kaum etwas geändert. Neben dem thermischen Tintendruck hat sich vor allem die Piezo-Tintendrucktechnologie der Firma Epson durchgesetzt. 

Die Piezo-Druckköpfe von Epson dürfen jedoch einerseits nie komplett leer laufen - sprich es muss immer etwas Tinte in der Druckerpatrone und damit im Druckkopf verbleiben. Andererseits sind Tintenpatronen und Druckkopf nicht miteinander verbaut, sondern zwei getrennte Teile. Und der Druckkopf kann in der Regel nicht entnommen werden.

Was bedeutet das? Ist der Druckkopf einmal eingetrocknet, müssen Sie diesen innerhalb des Geräts mit speziellem Düsenreiniger reinigen. Ein Vorgang, der nicht nur etwas aufwändiger ist, sondern leider auch nicht immer zum gewünschten Erfolg führt.

In einem solchen Fall bleibt Ihnen nur das Einschicken des Gerätes an den Hersteller, um es zu retten. Muss nicht, aber kann, recht teuer werden.

Wie bereits kurz angesprochen unterscheidet man mehrere Arten von Druckköpfen - nämlich vier:

  • Druckkopf und Tintenpatronen komplett getrennt: Hier befinden sich die Tintenpatronen fix an einer Stelle, sodass die Tinte über Leitungen zum Druckkopf geführt werden muss. Dadurch ist der Druckkopf leichter, beweglicher und damit schneller. Allerdings ist das System komplizierter und damit störungsanfälliger. Die Tintenpatronen können einzeln ausgetauscht werden, was natürlich dabei hilft Druckkosten zu sparen. Der Druckkopf hingegen ist fix verbaut.

  • Austauschbarer Druckkopf und Tintenpatronen getrennte Teile, aber zusammen eingesetzt (z. B. HP- und Canon-Tintenstrahldrucker): Der Druckkopf ist austauschbar. Die ebenso austauschbaren Tintenpatronen werden direkt in den Druckkopf eingesetzt.

    Canon Druckkopf reinigen

  • Fest verbauter Druckkopf und Tintenpatronen getrennte Teile, aber zusammen eingesetzt (z. B. Brother, HP und Epson-Tintenstrahldrucker): Der Druckkopf ist nicht austauschbar. Die austauschbaren Tintenpatronen werden direkt in den Druckkopf eingesetzt.

    Epson Druckkopf reinigen

  • Druckkopf integriert in die Tintenpatrone (z. B. HP-Tintenstrahldrucker): Da hier der Einwegdruckkopf jedes Mal mit der Tintenpatrone gewechselt wird, ist das Risiko des Eintrocknens bzw. Verstopfens sehr gering. Die Tintenpatronen sind dafür teurer. Oft befinden sich die Farben Cyan, Magenta und Gelb in einer Kombi-Patrone, wodurch sie gemeinsam getauscht werden müssen. Auch, falls erst eine davon leer sein sollte (was meist der Fall ist). Hier verschwenden Sie also durchgehend teure Druckertinte.

    HP Druckkopf reinigen

Für welche Art von Tintenstrahldrucker, sprich welche Art von Druckkopf Sie sich entscheiden, hängt im Wesentlichen von Ihren Vorlieben und Ihrem Druckverhalten ab. Falls Sie noch Fragen zum Thema Druckkopf oder anderen Themen haben sollten, hinterlassen Sie uns gerne Ihre Fragen in den Kommentaren oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf

Tonerlieferant24 - der freundliche Online-Shop für Drucker, Druckerzubehör, Tintenpatronen und Tonerkartuschen.

Anmerkung zum Schluß: Falls Sie auf der Suche nach einem neuen Druckkopf sind, wir führen ein breites Sortiment aller bekannten Hersteller. Geben Sie einfach Ihr gewünschtes Modell in die Suchmaske ein, um zum Artikel zu gelangen. Sie können Ihren neuen Druckkopf, wie all unser Druckerzubehör, übrigens genauso bequem per Rechnung bezahlen.

Bildnachweis:
Bild-ID: 292490912 -  © depositphotos.com / Tarkus
https://de.depositphotos.com/292490912.html

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.